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Jemand bietet dir eine „Chance“? Geh die Warnzeichen ehrlich durch. Das ist kein Urteil über dich — die besten Betrüger täuschen die klügsten Leute.

Mythen vs. Bibel

Sechs Sätze, die fromm klingen — und was die Bibel wirklich sagt. Zum Aufklappen.

  • Mythos
    „Wenn ich genug glaube und genug gebe, macht Gott mich reich.“

    Was die Bibel sagt

    Geben ist Anbetung, kein Investment mit Renditegarantie. Gott verspricht Versorgung und Genüge — nicht Reichtum. Paulus hat gelernt, in Fülle UND Mangel zufrieden zu sein. Wer gibt, um zu kassieren, hat das Herz des Gebens verfehlt.

    Zum Nachlesen: Philipper 4,11–13 · 1. Timotheus 6,6–10 · Maleachi 3,10

  • Mythos
    „Geld ist böse — die Wurzel allen Übels.“

    Was die Bibel sagt

    Die Bibel sagt: Die GELDLIEBE ist eine Wurzel alles Bösen — nicht das Geld selbst. Geld ist ein Werkzeug und anvertrautes Gut. Die Frage ist nicht, ob du Geld hast, sondern ob das Geld dich hat. Niemand kann zwei Herren dienen.

    Zum Nachlesen: 1. Timotheus 6,10 · Matthäus 6,24

  • Mythos
    „Schulden sind Sünde.“

    Was die Bibel sagt

    Die Bibel nennt Schulden nicht Sünde — aber sie warnt deutlich: Wer borgt, wird zum Knecht des Gläubigers. Schulden sind kein moralisches Urteil über dich, sondern eine Fessel, aus der Gott dich in die Freiheit führen will. Schritt für Schritt.

    Zum Nachlesen: Sprüche 22,7 · Römer 13,8

  • Mythos
    „Sparen zeigt, dass ich Gott nicht vertraue.“

    Was die Bibel sagt

    Die Bibel lobt weise Vorsorge: Die Ameise sammelt im Sommer, Josef legte in den fetten Jahren Vorräte an. Das Problem ist nicht das Planen, sondern das ängstliche Horten für sich selbst — wie beim reichen Kornbauern. Sparen mit offener Hand ist Weisheit, nicht Misstrauen.

    Zum Nachlesen: Sprüche 6,6–8 · 1. Mose 41 · Lukas 12,16–21

  • Mythos
    „Der Zehnte ist ein Deal: Ich gebe 10 %, Gott liefert.“

    Was die Bibel sagt

    Gott lädt tatsächlich ein, ihn zu prüfen — aber der Zehnte ist Ehre und Vertrauen, kein Automat mit Einwurfschlitz. Gott liebt fröhliche Geber, nicht Rechner. Was er als Frucht schenkt und wann, bestimmt er — und oft ist die größte Frucht ein freies Herz.

    Zum Nachlesen: Maleachi 3,10 · 2. Korinther 9,7

  • Mythos
    „Über Geld spricht ein guter Christ nicht.“

    Was die Bibel sagt

    Jesus sprach auffallend oft über Geld und Besitz — weil am Geld sichtbar wird, woran unser Herz hängt. Wissen, wie es deinen Finanzen geht, Treue im Kleinen, ehrliche Gespräche in der Familie: Das ist gelebte Nachfolge, kein Tabubruch.

    Zum Nachlesen: Matthäus 6,19–21 · Lukas 16,10–11 · Sprüche 27,23

Lexikon — 100 Begriffe, einfach erklärt

100 Begriffe

  • Girokonto

    Ein Girokonto ist dein Alltagskonto bei der Bank. Darauf kommt dein Gehalt, und davon zahlst du Miete, Einkäufe und Rechnungen. Es ist zum Bezahlen gedacht, nicht zum Sparen.

  • IBAN

    Die IBAN ist die internationale Kontonummer deines Bankkontos. In Österreich beginnt sie mit AT und hat 20 Stellen. Wer dir Geld schicken will, braucht diese Nummer.

  • SEPA

    SEPA ist der gemeinsame Zahlungsraum in Europa. Damit funktionieren Überweisungen in Euro zwischen europäischen Ländern genauso einfach wie im eigenen Land. Über 30 Länder machen mit.

  • Überweisung

    Eine Überweisung schickt Geld von deinem Konto auf ein anderes Konto. Du brauchst dafür die IBAN des Empfängers. Meist ist das Geld innerhalb von einem Bankarbeitstag dort.

  • Dauerauftrag

    Ein Dauerauftrag ist eine Überweisung, die automatisch immer wieder ausgeführt wird. Zum Beispiel jeden Monat die Miete am Ersten. Du richtest ihn einmal ein, die Bank erledigt den Rest.

  • Lastschrift

    Bei einer Lastschrift erlaubst du einer Firma, Geld direkt von deinem Konto abzubuchen. So werden oft Strom, Handy oder Streaming-Abos bezahlt. Eine Abbuchung kannst du innerhalb von 8 Wochen zurückholen lassen.

  • Kontoauszug

    Der Kontoauszug ist die Liste aller Bewegungen auf deinem Konto. Er zeigt, was reingekommen ist, was rausgegangen ist und wie viel übrig bleibt. Regelmäßig hineinschauen hilft, den Überblick zu behalten.

  • Überziehungsrahmen (Dispo)

    Der Überziehungsrahmen erlaubt dir, mehr auszugeben, als auf deinem Konto ist. Das Konto rutscht dann ins Minus. Dafür verlangt die Bank meist sehr hohe Zinsen.

  • Online-Banking

    Online-Banking bedeutet, dass du deine Bankgeschäfte am Handy oder Computer erledigst. Du kannst Geld überweisen, deinen Kontostand sehen und Aufträge verwalten. Dafür brauchst du sichere Zugangsdaten.

  • Debitkarte (Bankomatkarte)

    Mit der Debitkarte bezahlst du im Geschäft oder hebst Geld am Automaten ab. Das Geld wird sofort von deinem Konto abgebucht. In Österreich sagt man oft Bankomatkarte dazu.

  • Kreditkarte

    Mit einer Kreditkarte bezahlst du jetzt, aber das Geld wird erst später abgebucht, oft einmal im Monat gesammelt. Bis dahin leiht dir die Bank das Geld. Deshalb heißt sie Kreditkarte.

  • Kontoführungsgebühr

    Die Kontoführungsgebühr ist der Preis, den die Bank für dein Konto verlangt. Sie wird meist monatlich oder vierteljährlich abgebucht. Die Höhe ist von Bank zu Bank verschieden.

  • Einlagensicherung

    Die Einlagensicherung schützt dein Geld auf der Bank, falls die Bank pleitegeht. In der EU sind pro Person und Bank bis zu 100.000 Euro abgesichert. Du bekommst dieses Geld dann zurück.

  • Kredit

    Ein Kredit ist geliehenes Geld von der Bank. Du zahlst es in Raten zurück und zahlst dafür Zinsen. Der Kredit kostet also immer mehr, als du bekommen hast.

  • Zinssatz

    Der Zinssatz sagt, wie viel Prozent das Leihen von Geld pro Jahr kostet. Bei 5 Prozent zahlst du für 1.000 geliehene Euro 50 Euro Zinsen im Jahr. Beim Sparen ist es umgekehrt: Da bekommst du Zinsen.

  • Fixzinssatz

    Ein Fixzinssatz bleibt für eine vereinbarte Zeit gleich, egal was am Markt passiert. Deine Rate ändert sich in dieser Zeit nicht. Das macht die Kosten gut planbar.

  • Variabler Zinssatz

    Ein variabler Zinssatz kann sich während der Kreditlaufzeit ändern. Er hängt meist an einem Marktzins wie dem Euribor. Deine Rate kann dadurch steigen oder sinken.

  • Euribor

    Der Euribor ist ein Zinssatz, zu dem sich europäische Banken untereinander Geld leihen. Viele variable Kredite in Österreich sind daran gekoppelt. Steigt der Euribor, steigt oft auch deine Kreditrate.

  • Zinsbindung

    Die Zinsbindung ist der Zeitraum, in dem der Zinssatz deines Kredits festgeschrieben ist. Zum Beispiel 10 Jahre lang derselbe Zins. Danach wird der Zins neu vereinbart oder wird variabel.

  • Annuität

    Die Annuität ist eine gleichbleibende Kreditrate. Sie besteht aus zwei Teilen: Zinsen und Rückzahlung. Mit der Zeit sinkt der Zinsanteil und der Rückzahlungsanteil wächst, die Rate bleibt aber gleich.

  • Tilgung

    Die Tilgung ist der Teil deiner Rate, mit dem du den Kredit wirklich zurückzahlst. Sie verringert deine Schulden. Der andere Teil der Rate sind die Zinsen, die nur die Bank bekommt.

  • Restschuld

    Die Restschuld ist der Betrag, den du von deinem Kredit noch nicht zurückgezahlt hast. Sie wird mit jeder Rate kleiner. Auf sie werden die Zinsen berechnet.

  • Sondertilgung

    Eine Sondertilgung ist eine zusätzliche Zahlung neben den normalen Kreditraten. Damit sinkt die Restschuld schneller und du zahlst insgesamt weniger Zinsen. Manche Verträge erlauben das kostenlos, andere verlangen eine Gebühr.

  • Umschuldung

    Bei einer Umschuldung ersetzt du einen alten Kredit durch einen neuen, oft mit besseren Bedingungen. Der neue Kredit zahlt den alten ab. Danach zahlst du nur noch den neuen Kredit zurück.

  • Laufzeit

    Die Laufzeit ist die Zeit, in der du einen Kredit zurückzahlst. Eine längere Laufzeit bedeutet kleinere Raten, aber insgesamt mehr Zinsen. Eine kürzere Laufzeit bedeutet höhere Raten, aber weniger Zinskosten.

  • Effektivzinssatz

    Der Effektivzinssatz zeigt die echten Gesamtkosten eines Kredits pro Jahr, inklusive Gebühren und Nebenkosten. Er ist deshalb ehrlicher als der reine Zinssatz. Banken müssen ihn angeben.

  • Bonität

    Die Bonität sagt aus, wie zuverlässig jemand Geld zurückzahlen kann. Banken prüfen sie, bevor sie einen Kredit vergeben. Wer regelmäßig Einkommen hat und Rechnungen pünktlich zahlt, gilt als kreditwürdiger.

  • KSV (Kreditschutzverband)

    Der KSV1870 sammelt in Österreich Daten darüber, wie Menschen ihre Kredite und Rechnungen zahlen. Banken fragen dort nach, bevor sie einen Kredit vergeben. In Deutschland macht das die Schufa.

  • Bürgschaft

    Bei einer Bürgschaft versprichst du, die Schulden einer anderen Person zu zahlen, wenn diese es nicht kann. Die Bank darf dann das Geld von dir verlangen. Das ist eine große Verantwortung.

  • Sicherheiten

    Sicherheiten sind Werte, die du der Bank für einen Kredit verpfändest, zum Beispiel eine Wohnung oder ein Auto. Zahlst du den Kredit nicht zurück, darf die Bank die Sicherheit verkaufen. So schützt sich die Bank.